Sport und körperliche Aktivität wirken nachweislich auf die psychische Gesundheit – vergleichbar mit Psychotherapie oder Medikamenten. Hier finden Sie die Ergebnisse der wichtigsten Studien, Metaanalysen und Leitlinien im Überblick.
Dr. Heißel und Kolleg:innen haben in einer Metaanalyse die Wirksamkeit von Sportinterventionen bei depressiven Symptomen untersucht.
Das Ergebnis: Sport wirkt vergleichbar stark wie Psychotherapie oder Medikamente – besonders, wenn Programme von Fachpersonal angeleitet, in Gruppen durchgeführt und mit moderater Intensität umgesetzt werden.
Veröffentlicht wurde im British Journal of Sports Medicine (Februar 2023) – der weltweit renommiertesten und von Fachleuten geprüften wissenschaftlichen Zeitschrift im Bereich Sportmedizin und Sportwissenschaft. Die Ergebnisse gelten als richtungsweisend für künftige Leitlinien – auch auf WHO-Ebene.
der Erwachsenen erhielten im Jahr 2023 eine Diagnose einer psychischen Störung
(RKI, 2024)
der Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) sind auf psychische Erkrankungen zurückzuführen
(Hildebrandt-Heene et al., 2023)
dauert ein durchschnittlicher Krankschreibungsfall bei psychischen Erkrankungen
(AOK, Fehlzeiten-Report, 2024)
Anzahl an AU-Tagen wegen psychischen Erkrankungen in den letzten 10 Jahren
(AOK, Fehlzeiten-Report, 2024)
starke Zunahme psychischer Erkrankungen in den letzten Jahren in DE, insbesondere für depressive & Angstsymptome
(RKI – National Mental Health Surveillance, 2023)
beträgt die Durchschnittliche Wartezeit auf einen Psychotherapieplatz in DE
(Bundespsychotherapeutenkammer, 2018)
mit einer Depressionsdiagnose erhalten keine adäquate Behandlung
(RKI, 2024)
Es braucht mehr und neue Wege, um Menschen frühzeitig und wirksam zu unterstützen – Sport & Bewegung kann ein solcher Weg sein.
Die positiven Auswirkungen von körperlicher Aktivität und Bewegung auf die mentale Gesundheit sind vielfältig und wurden bereits in mehreren Forschungsarbeiten belegt. Nachfolgend die größten Wirkmechanismen, die teilweise miteinander verbunden sind und synergistisch wirken:
(Banno et al. 2019, Bendau et al., 2023; Hird et al., 2024; Heinzel et al., 2020; Schuch et al., 2016; Vögele et al., 2019; Zeibig et al, 2023)
Zahlreiche Studien belegen: Körperliche Aktivität kann Symptome bei Depression, Angststörungen & Co. wirksam reduzieren. Bewegung wird damit zur ernstzunehmenden Therapieoption – evidenzbasiert und nebenwirkungsarm.
✓ Vergleichbar effektiv, aber kostengünstiger als Psychotherapie und wirksamer als medikamentöse Therapie in Form von SSRI
✓ Hohe Evidenz für Ausdauersport, Krafttraining, kombiniertes Ausdauer- und Krafttraining sowie für achtsamkeitsbasierte Übungen wie Yoga oder Tai Chi, v.a. bei moderater bis hoher Intensität
✓ Effektive Reduktion von Ängsten, Vermeidungsverhalten und depressiven Begleitsymptomen
✓ Effektive Reduktion der PTBS-Symptomatik und depressiver Begleitsymptome
✓ Größere Effekte von Sport im Vergleich zu medikamentöser Therapie
✓ Verbesserung der Schlafqualität und Reduktion depressiver Begleitsymptome
✓ Wirksamkeit vergleichbar mit Standardintervention
Facharzt für Innere Medizin & Sportmediziner
Psychologische Psychotherapeutin
Professur Klinische und Biologische Psychologie
Psychologische Psychotherapeutin
Orthopäde & Unfallchirurg
Zahlreiche Studien belegen: Körperliche Aktivität kann Symptome bei Depression, Angststörungen & Co. wirksam reduzieren. Bewegung wird damit zur ernstzunehmenden Therapieoption – evidenzbasiert und nebenwirkungsarm.
Bereits sehr geringe Umfänge von körperlichen Aktivität senken das Risiko, an Depression zu erkranken erheblich.
körperliche Aktivität als Schutzfaktor gegen Depression
erhöhtes Erkrankungsrisiko für sportlich inaktive Menschen (Schuch et al., 2018)
an Depression zu erkranken
an Depression zu erkranken
(Pearce et al., 2022)
Gerade in Zeiten steigender Belastung und überfüllter Therapieplätze ist präventive Sporttherapie ein zentraler Baustein für psychische Gesundheit – niederschwellig, wirksam und evidenzbasiert.
Internationale Leitlinien führender Gesundheitsinstitutionen stufen Bewegung längst als wirkungsvolle Maßnahme bei psychischen Erkrankungen ein – in Therapie und Prävention. Ein Überblick:
Bewegungstherapie empfohlen bei Depression – „strukturiert und supervidiert“
Körperliche Aktivität in Gruppen als First-Line bei leichter bis mittlerer Depression
Mehr Bewegung = geringeres Risiko für Depression, Angst & chronische Erkrankungen
Bewegung ist eines der wirksamsten, günstigsten und zugänglichsten Mittel zur Förderung psychischer Gesundheit. Die Forschung ist hier eindeutig – die Herausforderung liegt in der Umsetzung.
Besonders wirksam ist Bewegung dann, wenn sie begleitet wird – durch Fachpersonen, die psychologische Wirkfaktoren mitdenken. ZEGD zertifizierte Psychologische Sporttherapeut:innen bilden genau diese neue Schnittstelle zwischen klassischer Bewegungstherapie und moderner mentaler Gesundheitsförderung.
Sporttherapie mit psychologisch geschulten Bewegungsexpert:innen.
Sie müssen nicht wissen, welches Programm das richtige ist. Dafür sind wir da. Lassen Sie uns gemeinsam schauen, welcher Weg zu Ihnen passt – vor Ort oder online.
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